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Eine Zeitbombe - Die Zahl traumatisierter Bundeswehrsoldaten wächst Der moderne Krieg mordet hauptsächlich Zivilisten. Jetzt kehrt er aus Afghanistan zurück nach Deutschland. Nicht nur in der wachsenden Zahl toter Soldaten. Sondern mehr noch in der Zahl seelisch Versehrter. 477 PTBS-Opfer nennt die Bundeswehr für das Jahr 2009 offiziell. Tatsächlich liegt ihre Zahl bei über 10.000. Es sind "Zivilisten", die die Bundeswehr nicht in ihre Statistik einrechnet. Denn diese Soldaten sind nach dem Ende ihrer Dienstzeit erkrankt. Aber nicht nur dadurch schönt die Armee ihre eigenen Opferzahlen. Sie erweckt auch den Eindruck, die im Krieg traumatisierten Soldaten würden wieder gesund, ja sogar erneut einsetzbar. 4. März 2010, WDR 3, Resonanzen, zum Nachhören hier: http://www.wdr3.de/resonanzen/details/artikel/wdr-3-resonanzen-1b2c9f0744.html
"Ich kann nicht ruhig bleiben, wenn etwas gegen meine Überzeugung geht" - Ashgar Ali Engineer und islamische Befreiungstheologie in Indien, 30 Min. Seit Anfang der 90er Jahre häufen sich Bombenanschläge in Indien. Islamistische Terroristen und radikale Hindu-Nationalisten bekämpfen sich gegenseitig und letztere dazu noch die Christen. Asghar Ali Engineer, Gründer der Reformbewegung „Progressive Dawoodi Bohras“ war selbst schon fünf mal Ziel von Angriffen. Die Täter wollten ihn abstrafen – wegen seines Einsatzes für Frauenrechte, pluralistische Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Von der These des „Zusammenpralls der Kulturen“ hält der studierte Soziologe nichts, sondern für ihn sind die Ursachen der Gewalt handfeste Interessenkonflikte um Macht, Einfluss und Geld. Engineer und sein Centre for Study of Society and Secularism (CSSS) wollen in dieser Lage Brücken bauen. Vielen gilt Engineer, der 2004 mit dem Alternativen Friedensnobelpreis geehrt wurde, deshalb als „islamischer Befreiungstheologe“. Ein Besuch in Mumbai, dem Wohnort des muslimischen Denkers und dem Sitz des CSSS. 21.Juni 2009 WDR 3 Lebenszeichen - 8:30; WH auf WDR 5; Wdh. 22:35 Uhr
Die Weltgenbank für Pflanzen In Longyearbyen/Spitzbergen wird die Weltsaatgutbank errichtet. Paralell entstehen zwei globale Datenbanken, die weltweit den Zugriff auf den Genpool von Ackerpflanzen erleichtern. Zu wessen Nutzen? Die Macher erhoffen sich eine Demokratisierung und Erleichterung der Züchtungsarbeit für Millionen Landwirte und Züchter. Doch Monsanto und andere Big Player nutzen bereits die neuen Instrumente, um bei der Ausbeutung der Pflanzenressourcen und der Patentierung von Pflanzen Tempo zu machen. NDR-Inforadio, 28 Minuten, 18. Mai 2009, 20.30 Uhr
Wohltäter in der Krise? Die weltweite Rezession könnte Weltbank und Internationalem Währungsfond zu neuer Bedeutung verhelfen. Obwohl die Zivilgesellschaften in aller Welt die „Bretton-Woods-Schwestern seit vielen Jahren wegen ihrer neoliberalen Politik und deren verheerenden Auswirkungen in armen Ländern kritisieren. An Beispielen aus dem Tschad, Kamerun, Afghanistan und USA werden Geschichte und Gegenwart ausgeleuchtet. SWR2, 28 Minuten, 17 März 2009, 8.30 Uhr
In der Ausgabe Mai/Juni 2009 der Zeitschrift iz3w (Nr. 312) erscheint der Themenschwerpunkt: Die hiesige eurozentrische Geschichtsschreibung übersieht, dass der Zweite Weltkrieg auch in Ländern der Dritten Welt geführt wurde und dort Millionen Opfer forderte. Ebenso negiert wird die Tatsache, dass in einigen Dritte-Welt-Ländern Teile der Bevölkerung und hochrangige Politiker mit den Nazis kollaborierten. Der Themenschwerpunkt erinnert an diese „faschistische Internationale“ und dokumentiert am Beispiel des Umgangs mit Nazi-Sympathisanten aus Palästina, Indien und Argentinien, wie Wissenschaftler und Publizisten hierzulande Faschisten und Antisemiten als antikolonialen Freiheitshelden präsentieren.
Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg Das Rheinisches JournalistInnenbüro setzt sein Langzeitprojekt zur Rolle der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg mit der Erstellung einer (Wander-)Ausstellung fort, die im September 2009 ihre Premiere in Berlin erleben und bis Ende 2011 durch verschiedene Städte touren wird. Begleitend dazu sollen Filmen gezeigt, Vorträge und Seminare angeboten werden, und – sofern es die finanziellen Mittel erlauben – das Hiphop-Musical „A Nos Morts“, eine Hommage an die vergessenen Kolonialsoldaten, aus Frankreich zu Vorstellungen hierzulande eingeladen werden. Bislang haben Initiativen aus Berlin, Tübingen, Freiburg, Frankfurt, Essen, Wuppertal, Köln und Hamburg Interesse an der Ausstellung angemeldet. Weitere InteressentInnen können sich melden bei: Karl Rössel |
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